Mittwoch, 28. November 2018

Los geht es am 24. Oktober, wir sind zu viert und fahren morgens nach Hamburg, inzwischen die Stadt der Baustellen. Am Flughafen haben wir am Schalter von KLM einige Probleme, den doppelt gebuchten Flug zu erklären. Wir hatten versehentlich einen falschen Nachnamen angegeben, ein kleiner Fehler, ein teures Vergnügen. Aber: safety first gilt bei den Fluggesellschaften und das ist ja auch richtig so.

Dann haben wir endlich unsere vier Plätze von Hamburg nach Amsterdam, ein kleiner Hopser und von Amsterdam nach Montreal, ein ruhiger und angenehmer Flug mit sehr freundlichem Kabinenpersonal und gutem Essen.

Hier verbringen wir die nächsten Tage
Mit dem Taxi geht es dann zur Aida, das Schiff ist groß und eindrucksvoll und wird uns die nächsten Tage beherbergen. Die Schiffsbesichtigung ist ebenfalls eindrucksvoll. 

Es gibt Sportmöglichkeiten und eine schöne Saunalandschaft. Für Abwechslung ist also gesorgt. Nach deutscher Zeit ist es bereits halb drei und nach einem kleinen Imbiss und einem Glas Wein fallen wir müde ins Bett.


Am Donnerstag werden wir viel zu früh wach und frühstücken früher als geplant. Das Frühstückbüfett ist sehr reichhaltig, man findet von Eiern mit Speck über Ingwerwasser einfach alles. Dieses gute Essen wird uns die nächsten Tage begleiten. Alles gut und lecker.

Die Temperaturen sind allerdings an diesem Morgen nicht gerade einladend. Wir haben 5 Grad, aber die Sonne soll wohl noch kommen, so lautet die Vorhersage.


Wir machen uns auf, Montreal kennenzulernen. Unser erster Anlaufpunkt ist die Basilika Notre Dame. Die zwischen 1824 und 1829 erbaute Basilique Notre Dame ist das bedeutendste Monument in Vieux-Montréal, der Altstadt von Montreal, und bildet das Kernstück des religiösen Lebens der traditionell katholisch geprägten Stadt. 

Sehr beeindruckend

Durch ihre imposanten Ausmasse, ihre neugotische Architektur und die Pracht ihrer reich geschmückten Fassade verkörpert die Basilique Notre-Dame ideal das romantische Schönheitsideal. Der Innenraum ist ganz im mittelalterlichen Stil gehalten und mit fein ausgearbeiteten Schnitzereien aus Nussbaum, leuchtenden Kirchenfenstern und einem ganz in Blau gehaltenen Deckengewölbe ausgestattet, auf dem Sterne aus 24-karätigem Gold funkeln. Diese Kirche ist wirklich absolut sehenswert und beeindruckend.
Wir laufen weiter zur Kathedrale Marie-Reine-du-Monde, dem Petersdom nachempfunden. Weniger spektakulär, aber auch wunderschön. 

Diese bezaubernden Damen haben es mir angetan.
Es gibt sie auch kleinformatig, allerdings bewegen sich
die Preise immer noch im 1000 Dollar Bereich.
Weiter geht’s in die Rue Sainte-Catherine. Das ist heute die bedeutendste Einkaufsmeile von Montreal und erstreckt sich von West nach Ost über eine Länge von 11,2 km. Die ersten Abschnitte dieser Strasse gehen auf das Jahr 1758 zurück. Heute tummeln sich hier etwa 1 200 Geschäfte, Boutiquen, Kaufhäuser und Einkaufsgalerien. Kein Wunder also, dass sich hier ganz Montreal trifft, und dies nicht nur tagsüber, sondern auch nachts. 
Hier gehts zum Shoppen


Hier findet man auch den Einstieg in die Untergrundstadt Montreal. Bereits Anfang der 60er Jahre, etwa zeitgleich mit der Planung des ersten Wolkenkratzers der Stadt, entstand auch die Idee, Teile des Stadtlebens unter die Erde zu verlagern. Eine frühere Schneise für Eisenbahnschienen, gleich neben einem Neubauprojekt gelegen, wurde nicht etwa aufgefüllt und bebaut oder einfach zu Tiefgaragen ausgebaut. Stattdessen entstand darin der „Place Ville-Marie“, ein imposantes Einkaufszentrum mit Kinos und Cafés

In den Sommermonaten fand das Leben in Montreal vor allem draußen, in Straßencafés und auf begrünten Boulevards statt. Gleichzeitig entwickelte sich der „Place Ville-Marie“ schnell zum beliebten Treffpunkt an kalten Wintertagen. Bald schon siedelten sich weitere Geschäfte und Attraktionen in den warmen Kavernen unter der Stadt an. Aus der ursprünglichen Keimzelle „Place Ville-Marie“ erwuchs so eine beeindruckende Stadt unter der Erde, die „Ville souterraine“. Mittlerweile ist das weitverzweigte Netz der Passagen und Tunnels, der mehrstöckigen Galerien und unterirdischen Plätze über 32 Kilometer lang und bildet die größte Untergrundstadt der Welt. Hier hätten wir sehr viele Möglichkeiten, unser Geld auszugeben, leider sind die Geschäfte nicht so schön und elegant, wie wir sie uns vorgestellt hatten. Trotzdem sehr eindrucksvoll, wie die Einwohner dem Winter hier ein Schnippchen schlagen. 
 
Wunderbarer Blick, aber bitterkalt

Ein Taxi bringt uns auf den Mont Royal. Der Mont Royal ist die höchste Erhebung in Montreal und liegt inmitten einer der bedeutendsten Parklandschaften der Stadt. Hier treffen sich seit jeher Menschen aus nah und fern. Der Park basiert auf Plänen, die 1876 von Frederick Law Olmstead erstellt wurden, einem berühmten Landschaftsarchitekten, der auch den New Yorker Central Park gestaltet hat.

Durch Anlage des Parc du Mont-Royal sollte die Naturlandschaft vor jeder Art von Bebauung geschützt werden. Der Park erstreckt sich über eine Fläche von 343 Hektar und ist ein wahres Pflanzenparadies, das Hunderten von Pflanzen- und Tierarten einen Lebensraum bietet. Da die Anlage zudem ein umfassendes Netz von Gehwegen und Treppen aufweist, verfügt sie über zahllose Aussichtspunkte mit einmaligem Blick auf Stadt und Umland. Leider ist es heute auch recht kalt dort oben und uns fliegen die ersten Schneeflocken ins Gesicht.

Mit dem Bus geht es zurück bis zu einer U-Bahn-Station. Einige junge Leute – auch vom Schiff – waren besser vorbereitet als wir und sind uns behilflich, den Rückweg zu finden.


Rettungswesten für alle
Zurück an Bord gibt es Kaffee, dann ist es Zeit für den Sicherheitscheck. Schwimmwesten an und gut zuhören, was die Crew so erzählt. 

 Am Abend gehen wir getrennt essen, weil Peter gern indisch essen möchte. Wir lernen am Tisch zwei nette Paare kennen und unterhalten uns gut.

Später sehen wir uns die allabendliche Show im Schiffstheater an. Die Truppe ist wirklich sehr professionell und macht Spaß. 
Hier werden wir gut versorgt.
Zum Auftakt der Reise gibt es noch ein Glas Sekt für alle und dann fallen wir auch schon müde ins Bett.

Am Freitag wachen wir in Quebec auf. Es ist bitter kalt und wir laufen nach dem Frühstück in die Altstadt. Die Altstadt wurde bereits 1985 mit dem Titel UNESCO-Weltkulturerbe geadelt. Man sieht hier jahrhundertealte Architektur nebst atemberaubender Kirchen und Kapellen. 

Das schöne Quebec
Phantasievoll gestaltete Fenster
Aber auch für Geschichtsmuffel hat die Gegend viel zu bieten. Von Kunst und Musik über Shoppingmöglichkeiten bis hin zu exquisiten Restaurants. 

Auch hier wieder die
netten Damen
Es gefällt uns sehr gut hier und wir fahren mit der Seilbahn in die Oberstadt. Wir besuchen das berühmte Hotel Royal, trinken dort Kaffee und wärmen uns auf. 


Wasserfall
Ein Taxifahrer bringt und später zum Montmorency Wasserfall. 

Eine Touristein wollte unbedingt
ein Foto mit uns machen, leider
hat sie den Wasserfall vergessen
und stattdessen ihren Daumen
fotografiert.
Dieser Ausflug war allerdings wenig ergiebig, da es sehr kalt war. So fahren wir zurück und laufen nochmals durch die Altstadt zur Markthalle. Nicht besonders spektakulär, aber wir probieren immerhin die berühmten Fritten mit Käsesoße. Wie man aus Reiseführern weiß, bietet diese Stadt noch einiges mehr, was sehenswert ist. 

Leider ist das bei Kreuzfahrten aber so, dass man nur begrenzt Zeit hat, um einen Ort zu erkunden. 
 
Es läßt sich auch an Bord aushalten

Zurück auf dem Schiff spielen wir einige Runden Doppelkopf. Beim Abendessen sitzen wir mit zwei Damen aus Wiesbaden zusammen, die wir im Laufe der Reise immer wieder treffen und mit denen wir uns über unsere Aktivitäten austauschen.

Der Samstag ist ein Seetag, also schlafen wir etwas länger, dann Frühstück. Dann suchen wir uns ein ruhiges Plätzchen, sehen aufs Meer und in unsere Bücher. Ein Süppchen zum Mittag, dann geht es für uns in die Sauna, schwitzen und aufs Meer sehen. So verbringen wir den ersten Seetag.

Am Sonntag schaukelt es schon etwas heftiger und das Frühstücken fällt stürmisch aus. Zweiter Seetag, man kann sich Vorträge anhören, lesen, saunieren und so bringt man den Tag herum.


Harbour Walk
Am Montag sind wir dann endlich in Halifax. Die Sonne scheint und die Temperaturen sind angenehm. Wir brechen auf zu einem ausführlichen Stadtrundgang durch den historischen Teil von Halifax. Begonnen wird im Terminal-Gebäude des Halifax Seaport. 

Das moderne Bauwerk schließt sich an das südliche Ende der Halifax Waterfront an. In dem aufwendig gestalteten Komplex wurden nicht nur Einrichtungen für Kreuzfahrt-Passagiere, sondern auch Ausstellungsräume für Künstler, Händler und ein Café geschaffen. Ein Museum, ein Universitätsbereich und ein „Farmers‘ Market“ mit regionalen Erzeugnissen geben der Anlage den letzten Schliff. 



Einwanderer-Denkmal
An der Ecke Bishop Street und der kreuzenden Barrington Street steht das historische Government House. 

Auf der linken Straßenseite der Barrington Street liegt ein alter Friedhof. Ein Monument erinnert an den von 1853 bis 1856 dauernden Krimkrieg. 
 

Der herbstliche Park
Wir kommen zur Saint Mary’s Cathedral Basilica, so der offizielle Name dieser schönen Kirche. Die Fassade und die Kirchturmspitze (58 Meter) wurden mit weißem Granit gestaltet. Der Kirchenbau ist eine Mixtur gotischer und georgianischer Architektur. Während der Bauzeit verfügten lokale Handwerker noch nicht über die Fähigkeit, ein Kirchendach von solcher Größe in Halifax zu fertigen. Deshalb wurden Schiffsbauer engagiert, die die komplexe Arbeit in großer Höhe verrichten konnten. Die Bauarbeiten dauerten Jahrzehnte. Da wird noch eine Kerze angezündet und dann geht es weiter durch den Public Garden zur Zitadelle.

Die Zitadelle ist das Symbol der bedeutenden Rolle, die Halifax als Marinestandort des British Empire gespielt hat. In der Festung erfahren die Besucher viel über Kanadas militärisches Erbe und die Wandlung von einer Kolonie zu einer Nation. Zugleich genießen sie Panoramablicke über Halifax. Exakt um 12:00 Uhr mittags wird die Noon Gun abgefeuert. Tja, ausgerechnet zu dieser Zeit stehen wir vor der Zitadelle und der Knall der Kanone holt mich fast aus den Schuhen, so erschrocken bin ich.

Zwischen der Zitadelle und dem tiefer gelegenen Stadtzentrum liegt der historische Uhrturm aus dem Jahr 1803. Leider ist er gerade eingerüstet und wird restauriert.


St. Pauls Church
Wir kommen zur evangelisch-anglikanischen St. Paul’s Church. Die im Jahr 1750 errichtete Kirche ist die älteste protestantische Kirche Kanadas. Gleichzeitig ist sie das älteste Gebäude der Stadt. Im Jahr 1787 wurde St. Paul’s zum Bischofssitz erhoben. Von 1787 bis 1864 diente sie als erste Kathedrale der anglikanischen Kirche außerhalb Großbritanniens. 


Alles in allem ist Halifax eine hübsche und ansprechende Stadt, die auch in der Umgebung sehr sehenswerte Anlaufpunkte bietet. Leider muss man sich immer aus Zeitgründen für eine Sache entscheiden, aber der Stadtrundgang war für uns durchaus attraktiv.

Zurück an Bord laufen wir auch bald aus, begleitet von Musik und einem Drink. 

Abendessen, es schaukelt wieder. Früh ins Bett, der Magen meldet seinen Unmut über die Schaukelei an.


Bar Harbour
Am Dienstag sind wir in Bar Harbor und müssen die Einreiseformalitäten über uns ergehen lassen. Das dauert. Danach geht es mit Tender-Booten an Land. Im Herbst geht es hoch her in Bar Harbor, einer auf Mount Desert Island gelegenen Kleinstadt. In den beiden Monaten besuchen mehr als 60 Kreuzfahrtschiffe die traumhaft schöne, im US-Bundesstaat Maine gelegene Insel. Leider steht den Passagieren nur ein Tag für die circa 5.000 Einwohner zählende Kleinstadt und die schöne Umgebung zur Verfügung. 


Hübsche Häuser
Allein die Kleinstadt ist sehenswert. Wie anders wäre es zu erklären, dass schwerreiche Familien wie die Astors und die Rockefellers in dem Ort ihre Feriensitze hatten. Hübsche Läden, exquisite Hotels und einladende Guesthouses prägen das Stadtbild. Kleine, gut gepflegte und rund um das Zentrum gruppierte Parkanlagen lockern das Stadtbild auf. An Abwechslung fehlt es nicht. - In vielen Imbissen und Restaurants kennt die Karte nur eine Speise, und das ist der Maine-Hummer! Es ist wirklich bemerkenswert zu beobachten, mit welcher Geschwindigkeit die Schalentiere vom Teller in den Magen der Gäste gelangen. Die Tierschutzorganisation Peta sagt dazu: „Studien haben ergeben, dass es keine „humane“ Tötungsmethode für Hummer gibt. Ganz gleich, ob man sie lebend in der Mitte durchschneidet, das Gehirn mit einem Messer zerstört oder sie lebend kocht: Jede Variante ist mit unsäglicher Qual für die Hummer verbunden. Aus diesem Grund sollte Hummer nicht mehr verkauft und getötet werden dürfen“. Ja, hier stehen die riesigen Töpfe mit kochendem Wasser vor dem Restaurant und ein mindestens 10 Jahre alter Hummer nach dem anderen wird lebend hineingeworfen. Guten Appetit!

Ein Spaziergang bietet sich an

Überall die Fahne, auch an Privathäusern
Wir spazieren durch die Stadt, besuchen eine Kirche und den dazugehörigen Friedhof, dann gibt es noch einen leckeren Kakao in einem Schokoladengeschäft. 
Zurück an Bord gibt es am Abend eine Abba-Show, sehr nett. Nach dem Abendessen gehen wir in die Bar, dort findet heute das Singen der Crew statt. Erstaunliche Talente gibt es unter den Crewmitgliedern und wir applaudieren herzlich.

Am Mittwoch legen wir morgens in Boston an. Wir kennen diese tolle Stadt schon aus vorhergehenden Besuchen und daher bedauern wir es hier besonders, dass wir nur einige Stunden für die Besichtigung der Stadt zur Verfügung haben. Wir nehmen den Shuttlebus und fahren bis an den Hafen. 


Quincy market
Hier können wir uns sofort orientieren, denn von hier haben wir schon mal eine Hafenrundfahrt gemacht und wir finden den Weg zum Quincy Market problemlos. Quincy Market besteht aus 5 Gebäuden: drei zentrale und zwei Bauten, die nördlich und südlich von ihnen liegen. Die Zentralgalerie trägt den Namen Food Court, hier befinden sich Restaurants mit der Küche unterschiedlicher Völker der Welt: beginnend mit dem mexikanischen Tacos, dem griechischen Moussaka und der italienischen Pasta bis zu dem Eis und den gerösteten Würstchen. Beiderseits der Gallerie befinden sich die Souvenirläden mit den T-Shirts, Photos von Boston und verschiedenartigen Nippsachen.



Wir bestaunen das reichhaltige Angebot und verlassen den Markt in Richtung des Freedom Trails. Hier steht eine Bank mit einer Figur, hier hat Peter bereits in den 80er und 90er Jahren Fotos von sich und seinen Kollegen gemacht und auch wir haben bei einer früheren Reise hier fotografiert. 



Gleich nebenan steht das Holocaust Memorial, sehr eindrucksvoll gestaltet. Die 6 Glassäulen symbolisieren die 6 großen Konzentrationslager im 2. Weltkrieg und gedenken der Millionen von Opfern, deren Gefangenennummern im Glas eingeritzt sind. Aufsteigender Dampf, die Namen und Nummern haben eine ganz eigene Wirkung und verursachen eine Beklommenheit, die nicht so schnell abzuschütteln ist. Am Ende dann das berühmte Zitat von Martin Niemöller: „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat. Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter. Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte“.

Wir stehen immer noch am Memorial, als uns die riesigen Menschenmengen auffallen, die alle in eine Richtung ziehen. Eine riesige Parade durchzieht die Stadt. Die Red Socks haben eine wichtige Meisterschaft gewonnen und tausende von Fans feiern das lautstark. Um den Menschenmengen zu entgehen, laufen wir also zunächst mal ein Stück zurück um im Hardrock Cafe einen Kaffee zu trinken. Den bekommen wir auch und wundern uns, dass wir bis auf den Grund der Tasse sehen können. Die humorvolle Serviererin erklärt uns, dass dies der typisch amerikanische Kaffee sei, sie allerdings würde ihren Kaffee auch ein wenig stärker trinken. 

Guter Kaffee zu angemessenem Preis
Nach einer Schrecksekunde frage ich den Chief am Eingang, ob er mir sagen könne, was sich in meiner Tasse befände. Er tippte auf „Tea“. Dazu kam die Information, dass ein Kaffee hier 4 Dollar kostet. Das reicht! Wir machten klar, dass wir dieses braune Wasser weder trinken noch bezahlen würden und verließen diesen Laden. Touristennepp, da spielen wir nicht mit.

Wir machen uns auf den langen Weg zum Prudencial-Tower. Die Hinterlassenschaften der Fangemeinde sind enorm. 
Die guten Geister müssen auf die Fans aufpassen

Die Müllberge türmen sich und die Müllabfuhr ist bereits dabei, aufzuräumen. 

Wir fahren in den 50. Stock und gehen über den sogenannten Sky-Walk Observatory. Es lohnte sich: die Aussicht ist toll und mit dem Audioguide erfährt man an über 20 Stationen, was man gerade vor sich sieht. Es gibt Kurzfilme über Boston in einem kleinen Kinoraum und weitere informative Displays. Da die Sehenswürdigkeit nur mäßig besucht war, gab es auch keine Drängelei. Ungewöhnlich ist, dass es keine Sicherheitskontrollen gibt und man einfach auch ohne Ticket selbst den Lift in den 50. Stock nimmt. Dank an dieser Stelle an Fredy und Barbara für den Tipp.

Zurück fahren wir mit der U-Bahn, im Quincy-Market essen wir dann eine Kleinigkeit. Dann gehen wir am Hafen entlang in Richtung Shuttlebus und fahren zurück zum Schiff.

Abends dann wieder Showprogramm. Die Band verwöhnt uns mit Beatles-Hits.
Abends immer Showprogramm
Der Donnerstag ist wieder ein Seetag. Man informiert uns über die Formalitäten beim Auschecken. Nun ist es bald zu Ende, das süße Kreuzfahrtleben.
Das Wetter ist sensationell gut und wir können an Deck liegen und die Sonne genießen. 
So läßt es sich aushalten
Lasershow zum Abschied
Am Nachmittag gehen wir dann noch einmal in die Sauna und auch hier gibt es die Möglichkeit, auf einer Terrasse draußen zu liegen und die frische Seeluft zu tanken.

Abends dann wieder ein tolles Showprogramm, Abendessen und dann gibt es auf dem Pooldeck Sekt und eine Lasershow zum Abschied der Reise.

Am Freitag stehen wir früh auf, Zähne putzen und um 5.45 Uhr stehen wir schon an Deck. Das Schiff fährt unter der Verazzanobrücke hindurch und läuft in den Hafen von New York ein. 
 
Verazzanobrücke in der Morgendämmerung
Ein wunderbarer Anblick, links die Freiheitsstatue, bei deren Anblick so viele Menschen erleichtert und froh waren und sich ein neues besseres Leben in Freiheit erhofften. 
Schöner Moment
Tolle Stadt, immer wieder
Rechts Manhattan, die Türme und glänzenden Hochhäuser. Kloß im Hals, so eindrucksvoll. Es ist doch etwas Besonderes, mit dem Schiff nach NY einzureisen.

Nach dem Frühstück geht’s dann los. Wir liegen mitten in Manhattan, nur ein paar Blocks bis zum Times-Square. Hier brennt die Luft und wir mischen uns unter die vielen tausend Touristen, die sich das Spektakel hier ansehen. Der Times Square in New York ist der meistbesuchte Platz in Manhattan. Dieser Platz, auch bekannt als „Crossroads of the World“ (Kreuzung der Welt), hat Dutzende leuchtender LED-Bildschirme und Reklametafeln.

Hier brennt die Luft

Wunderschönes Gebäude
Dann geht es weiter an den Edelgeschäften der 5th Avenue vorbei zum New York Plaza Hotel. Wir marschieren beherzt hinein und bewundern die wunderschöne Ausstattung. 

Direkt neben dem Central Park und der 5th Avenue liegt dieses international renommierte Hotel in Manhattan. Nur wenige Meter trennt uns von berühmten Geschäften wie Bergdorf Goodman, Louis Vuitton, Chanel und Saks Fifth Avenue.
Wir laufen weiter am Central Park entlang bis zum Columbus Circle. Der Columbus Circle ist ein kleiner Platz oder eher ein mehrspuriger Kreisel direkt an der süd-westlichen Ecke vom Central Park. Hier treffen verschiedene Straßen aufeinander: die 59. Straße, 8th Avenue, der Broadway und Central Park West. Somit ist hier immer viel los! 
Columbus Circle



Außerdem liegt direkt gegenüber eine kleine Shopping-Mall, dort gibt es ein Lieblingsgeschäft, in das ich immer gehen muss, wenn ich hier bin. Tolles Geschirr, wunderbare und schöne Küchenutensilien. 

Hier muss ich mein Geld festhalten


 
Von hier nehmen wir die U-Bahn zum Dakotahaus, vor dem John Lennon erschossen wurde und dem John-Lennon-Memorial im Central Park. Hier bemüht sich ein Gitarrist – leider vergeblich – einige Beatles-Hits zum Besten zu geben. Wir singen lauthals mit, das hört sich zwar auch nicht besonders gut an aber immer noch besser, als dass, was der Gitarrist dort von sich gibt.
Dakotahaus



Weiter geht’s. Als wir schon eine Station gefahren sind, fällt uns auf, dass wir unsere Einkaufstüte auf der Bank am Memorial stehen lassen haben und wir fahren schnellstens zurück. Siehe da: sie steht noch da, unberührt.


Wir fahren Downtown mit dem C-Train zum Washington-Square. Hier ist im Sommer natürlich mehr los, aber man kann ahnen, wie schön es hier ist und wie entspannt und locker die Leute hier leben. 

 
Washington Square

Wir trinken noch einen Kaffee, dann fahren wir mit der U-Bahn zur 50. Straße. Ein Fußmarsch zur Aida liegt noch vor uns und dann kommen wir reichlich kaputt und fußmüde an. Bei Sigrid macht sich das besonders bemerkbar. Ihr Bein ist angeschwollen und rot.

Samstag. Leider ist der Schiffsarzt nicht mehr erreichbar, er hat einen Notfall zu betreuen und so kann Sigrid ihr Bein nicht untersuchen lassen. Sie hat zwar keine Schmerzen, aber das Bein ist immer noch geschwollen und scheinbar entzündet. Wir müssen auschecken und haben dafür ein bestimmtes Zeitfenster. Mit unseren Koffern verlassen wir das Schiff und eilen zum nächsten Taxi. Leider wollen die Fahrer alle nur eine Tour zum Flughafen abstauben, Zu uns sagen sie, dass sie wegen des NY-Marathons, der hier stattfindet, 60 Dollar nehmen müssen für eine Fahrt zum Hotel 4 Blocks weiter. Wir verzichten, gehen eine Ecke weiter und finden dort einen Taxifahrer, der uns für 10 Dollar zum Hotel bringt.
Briefkasten in der Grand Central Station
in unmittelbarer Nähe zum Hotel

 Das Hotel ist sehr schön, hat sehr luxuriöse Betten und ein tolles Bad. Leider bleiben wir hier nur eine Nacht. Dieses Hotel gehörte zu der Pauschalreise, die wir gebucht haben und eigentlich müßten wir morgen zurück reisen. Wir haben uns aber neue Flüge und ein Hotel gebucht und bleiben noch eine Woche hier. 
 
Wir machen uns auf ins Rockefeller-Center. Das Rockefeller Center erstreckt sich über drei Straßenblocks im Karee zwischen der berühmten Fifth Avenue und der Avenue of the Americas (Sixth Avenue), der West 47th Straße und der 52nd Straße. Das GE Building ist mit einer Höhe von 259,1 m das Höchste des Gebäudekomplexes. Der zweite Erholungsraum rund um das Rockefeller Center ist der Lower Plaza (auch Rockefeller Plaza genannt). Vor allem bekannt für seinen imposanten Weihnachtsbaum, der jedes Jahr im November feierlich aufgestellt wird. Leider sind wir ein klein wenig zu früh. Noch gibt es hier Herbstdekorationen. Allerdings ist die Eisbahn schon eröffnet.
Wir fahren also hoch und genießen den schönen Blick auf die Stadt.

Dieses Bild kennt jeder.

Also haben wir uns auch getraut.

Ein kleiner Imbiss und dann geht’s zur Brooklyn Bridge.

Die berühmte Brooklyn Bridge
Zu einem Aufenthalt in New York gehört auf jeden Fall die Überquerung der Brooklyn Bridge! Man geht zu Fuß über die Brooklyn Bridge und genießt den fantastischen Ausblick auf die Ostseite Manhattans mit dem Pier 17 und dem East River. 

Es dauert schon fast eine Stunde, die Brücke zu überqueren, weil man ja auch ständig fotografieren muss. Es ist eigentlich egal, zu welcher Tages- oder Nachtzeit man über die Brücke geht: der Blick auf die Brücke und von der Brücke ist zu jeder Zeit spektakulär. 
Man wird belohnt mit einem tollen Blick.

Das U-Bahn-Fahren geht inzwischen reibungslos, es ist sehr günstig mit einem Wochenticket für 32 Dollar. Dafür kann man auch den Bus nehmen oder sogar die Seilbahn, die an der Ed-Koch-Queensboro-Bridge entlang führt.
 
Zurück ins Hotel, kleine Pause, bevor wir in einem kleinen Sport-Pub etwas essen. Hier gibt es Fish and Chips und tolle Burger.

Wir genießen das tolle Hotelbett und schlafen gut im 37. Stock.
Sonntag, es ist der Tag des New-York-Marathons und uns fielen schon am Vortag die vielen sportlichen Leute auf, die alle diesen Marathon mitlaufen wollen. 50.000 Teilnehmer, dazu noch die Streckenposten und die vielen Helfer. Viel los in der Stadt.
Wir lassen unsere gepackten Koffer im Hotel und machen uns auf nach Harlem, weil wir unbedingt nochmal einen Gospel-Gottesdienst besuchen wollen.

In Harlem steigen wir aus der U-Bahn und finden uns sofort zurecht. Da ist die Kirche, die wir besuchen wollen und etwas weiter muss doch das kleine Frühstückscafe sein, das wir in so guter Erinnerung haben. 
Sehr lecker
 Tatsächlich, an der Ecke, das ist es und wir haben ein tolles Frühstück in schöner Atmosphäre.

Voller Inbrunst, Mutter und Tochter
Dann der Gottesdienst. Wir erkämpfen uns Plätze mitten in der Kirche und sitzen zwischen den vielen Gläubigen, denen die Freude aus den Gesichtern strahlt. 
Einzelne Leute, alle sehr elegant gekleidet, stehen auf und erzählen von ihren Begegnungen mit Jesus und Gott und dann stimmt der Chor wieder ein Lied an und alle singen mit. Sie singen erstaunlich gut, voller Inbrunst, Dankbarkeit, Demut und auch Lebensfreude. Ein Erlebnis.

Zurück nehmen wir den Bus. Eine lange Fahrt, auch wieder wegen des Marathons mit einigen Umwegen, zum Teil durch den Central-Park. Wir haben den Bus zeitweise für uns alleine und können uns in Ruhe Manhattan betrachten.


Der Blick aus diesen Fenstern ist sensationell.
Wir holen unsere Koffer aus dem Hotel und nehmen ein Taxi nach Long Island City, da ist das Z-Hotel, in dem wir die nächsten Tage verbringen werden. Wir freuen uns schon auf den überwältigenden Blick auf Manhattan von unserem Hotelzimmer aus. Der Taxifahrer will 45 Dollar für die Fahrt, sein Taxameter ist kaputt und wir schimpfen und glauben, dass er uns ausnehmen will. Aber dann sehen wir, dass die Brücke gesperrt ist und er mit uns fast eine Stunde herumkurven muss, um das Hotel zu erreichen. Wir entlohnen ihn daher fürstlich und entschuldigen uns bei ihm.

Das Z-Hotel hält Gäste-Fahrräder vor und das ist für uns eine willkommene Gelegenheit, uns den Marathon doch noch aus der Nähe anzusehen. Wir machen also innerhalb der gesperrten Straßen eine schöne Radtour und sehen uns das neue Viertel mit den schönen Grünanlagen an.
 
Radeln durch Long island City

Abend gehen wir in den Pub, den wir schon bei früheren Besuchen kennengelernt hatten und essen wunderbare Spearribs. 
Nee, nee, nur ausgeliehen
Später kommen noch Marathonläufer mit ihren Medaillen um den Hals herein und wir haben nette Gespräche mit einem deutschen Paar, das hier lebt und mitgelaufen ist. 

 
Am Abend dann der Blick aus dem Hotelfenster

Montag. Das Frühstück im Hotel ist besser als erwartet und so machen wir uns gestärkt auf nach Manhattan. Das Hotel hält einen Shuttlebus vor, mit dem wir immer hin und her fahren können. Leider regnet es ein wenig, aber wir lassen uns nicht entmutigen und es geht mit der U-Bahn weiter zum Battery Park. Der Park ist einer der ältesten öffentlichen New Yorker Parks und  von hoher historischer Bedeutung für New York. Genau hier sollen die ersten holländischen Siedler angekommen sein, als sie New Amsterdam gründeten.
Leider im Nebel

Mit der Fähre geht es von hier aus zur Freiheitsstatue. Einmal umrunden, das Museum auf Elis Island kannten wir schon und sparen uns den Halt dort.

Zurück an Land geht es in die Wall Street. Es gibt auffällig viele Baustellen in NY. Überall entsteht Neues oder wird Altes modernisiert. 
 
Der Weg führt uns dann zum 9/11 Memorial und zum One World Trade Center. Eindrucksvoll und anrührend. Ungefähr 3000 Menschen haben hier seinerzeit ihr Leben gelassen. Die Twin Towers standen in Lower Manhattan, bis sie bei den Terroranschlägen im Jahre 2001 zerstört wurden. Heute steht das One World Trade Center direkt an der Stelle, wo einst die Twin Towers standen. Nach den Anschlägen vom 11. September dauerte es über eineinhalb Jahre, bis alle Stahl- und Betonreste abgetragen waren. 
 
Beklemmend und eindrucksvoll

Das 9/11 Memorial wurde im September 2011 eröffnet, zum Gedenken an die Opfer des Anschlages vom 11. September 2001. Die Gedenkstätte besteht aus zwei riesigen quadratischen Wasserbassins an exakt der Stelle, wo damals die Twin Towers standen. Die Namen der Opfer sind an den Rändern der Wasserbassins eingraviert.
Ganz in weiss

Gleich dahinter der neue futuristische Verkehrsknotenpunkt Oculus, erbaut vom spanischen Architekten Santiago Calatrava, der bereits mit spektakulären Bahnhofsbauten in Lyon, Lüttich-Guillemins und Zürich-Stadelhofen bekannt geworden war. Hier ist alles in weiß gehalten und sehr elegant. Auf den untere Ebenen liegen die Bahnsteige mehrerer U-Bahn-Linien und des PATH-Train. Auch gehört eine Shopping Mall mit zusammen 35.000 Quadratmetern Verkaufsfläche zu dem Komplex.
Wie bei anderen Großbauprojekten verzögerte sich auch beim Oculus die Fertigstellung – und die Kosten liefen gehörig aus dem Ruder. Statt der veranschlagten zwei Milliarden US-Dollar hat der neue Verkehrsknotenpunkt an der Südspitze Manhattans laut Zeitungsmeldungen am Ende knapp vier Milliarden US-Dollar verschlungen.

Es regnet wieder als wir in Chinatown ankommen. Wir verlaufen uns und werden pitschenaß. Wir essen eine Kleinigkeit und fahren dann zur Shuttlebus-Haltestelle. Der Verkehr ist irre und es wundert uns nicht, dass unser Busfahrer nicht erscheint. Also U-Bahn, laufen, nass und kaputt.
Pause.
Später: Der Italiener, zu dem wir wollten und von dem wir die Inhaberin aus dem letzten Urlaub kennen, hat leider Ruhetag. Der Japaner gegenüber tut es auch. Sehr gutes Essen, Absacker im Hotel.


Es weihnachtet schon beträchtlich
Dienstag regnet es immer noch. Wir fahren mit dem Shuttle und retten uns vor dem Regen gleich ins Kaufhaus Bloomingdale. Ein Luxuskaufhaus, uns bleibt der Mund offen stehen, so viele schöne Dinge sind zu sehen. Hübsche geflochtene Ballerinas für 780 Dollar. Ein Schnäppchen, wenn man die von uns favorisierte Bettwäsche sieht: 1700 Dollar. Leider nicht unsere Preisklasse.

Das Kaufhaus spendiert uns allerdings eine virtuelle Schlittenfahrt mit Rentieren, über Berge und durch Täler, sehr witzig und toll. Ein Erlebnis.

Dann nehmen wir die U-Bahn zum Chelsea-Market im Meatpacking Destrict und bestaunen die tollen Sachen, die dort angeboten werden. Das Gebäude, das einst eine Keksfabrik war und der Ort an dem die berühmten Oreo Kekse erfunden wurden. 
 
Hier gibt es alles was das Herz begehrt

Heute findet man in den Hallen Bäckereien, Weinhändler, Gemüsehändler, ein Fischgeschäft, Sushibars, eine Fleischerei mit Steak-Restaurant und vieles mehr
 
Nur ein paar Meter weiter beginnt die High Line Trasse, auf dem ein Park angelegt wurde. Der High Line Park befindet sich auf einer 2,3 km langen, stillgelegten Hochbahntrasse, die in den 1930er Jahren erbaut wurde. Ab 1934 wurde die Bahntrasse, die parallel zur 10th Avenue verläuft, dafür genutzt, Fleischwaren und Geflügel in den westlichen Teil Manhattans zu transportieren. Als der Transport mehr und mehr auf die Straße verlagert wurde, machte dies die Bahntrasse zunehmend überflüssig. Im Jahr 1980 fuhr der letzte Zug auf dieser Strecke.

High Line im Regen
 Im Jahre 2003 wurden die Kosten für den Ausbau des High Line Parks auf 150 Millionen Dollar geschätzt. Obwohl der Stadt dieser Betrag nicht zur Verfügung stand, entschied sie sich dennoch für den Bau des Parks, da die Immobilienpreise in der Gegend des High Line Parks voraussichtlich steigen würden und dies höhere Steuereinnahmen mit sich bringen würde. Und so ist es dann auch wohl, wir haben jedenfalls etliche neue Häuser gesehen und jede Menge Baustellen. Ein angesagtes Viertel.
Es regnet zwar immer noch, aber der Spaziergang hier oben ist ein Erlebnis.


Die schön dekorierten Fenster bei Bloomingdales
Ein Bus bringt uns von East nach West, dann laufen wir am Park entlang bis zu Bloomingdals, das begehrte Chanel Parfüm als Sonderedition kaufen. 

Dann in den Shuttle und zurück ins Hotel. Am Abend versuchen wir es wieder beim Italiener. 

Leider ist unsere Gastgeberin von vor zwei Jahren, mit der wir uns so gut unterhalten hatten, wieder nicht da. Später schrieb sie uns, dass sie es so sehr bedaure, uns nicht gesehen zu haben und sie hoffe, dass wir noch einmal kommen. Leider nicht, Gianna, das war wohl das letzte Mal, dass wir in NY waren. Obwohl: das Essen war wirklich gut, vielleicht überlegen wir es uns noch einmal.

Ein Wein, ein Bier auf dem Zimmer, schlafen.

Mittwoch, es ist nicht zu fassen: die Sonne scheint, blauer Himmel. Rüber mit dem Shuttle, dann nehmen wir den Hopp-on-hopp-off-Bus und bei dem Wetter können wir sogar oben an der Luft sitzen. Wir genießen die Stadtrundfahrt, obwohl wir ja schon einiges kennen. In Chinatown steigen wir aus und betrachten es noch einmal bei Sonnenschein. Dann finden wir ein sehr schönes kleines Cafe und gönnen uns eine Pause. 
 
Als die Dämmerung eintritt, fahren wir auf das Empire-State-Building. 

Immer wieder beeindruckend
Er ist der wohl bekannteste Wolkenkratzer von New York und eines der beliebtesten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Einer der Gründe für die Faszination für das Empire State Building ist wohl die Beleuchtung: jeden Tag leuchtet die Spitze in unterschiedlichen Farben. Das Empire State Building hat sogar eine eigene Postleitzahl (NY 10118). Ein Erlebnis, als es dunkel wird und die Lichter der Stadt zu sehen sind.
Blooming onion

Heute Abend besuchen wir ein australisches Restaurant, das Outback. Wir genießen Australisches Essen und eine toll zubereitete Blooming Onion. 

Zurück im Hotel gibt es noch einen Drink, dann ruft unser Bett.


In fünf Jahren sind sie Superstars, hab vergessen,
mir ein Autogramm geben zu lassen. Mist.
Am Donnerstag wollen wir mal wieder Bus fahren. Wir laufen zur Busstation, unterwegs sehen wir ein Filmteam, das eine Jugendband filmt. Ein Riesenaufwand, sieht aus, als würden hier Superstars Musik machen. Auf unsere Nachfrage erfahren wir, dass hier eine Fernsehserie gedreht wird.

Dann sind wir angekommen im jüdischen Viertel. Mitten im pulsierenden Brooklyn lebt eine orthodoxe jüdische Glaubensgemeinschaft, die sich dem weltlichen Leben Amerikas entzieht – auch seinen Gesetzen und den Werten von Freiheit und Gleichheit: die Chassidim. New Yorks Chassidim gelten als die strengsten der Welt. 
Auch die kleinen Jungen haben schon Schläfenlocken

Nach Amerika kamen sie auf der Flucht vor den Nazis und den Kommunisten. Zahllose Vorfahren starben im Konzentrationslager. Die Chassidim leben vor allem in Brooklyn. Jede Familie hat durchschnittlich sechs Kinder, die meisten kommen im Maimonides-Krankenhaus zur Welt. Die Frauen tragen Perücken, die wie uniformierte Pagenfrisuren aussehen. Darunter haben sie ihre Haare abgeschnitten. Die Männer lange Mäntel und Schläfenlocken.

Dann gibt es noch eine Besonderheit, von der wir im Vorfeld gehört hatten. In Manhattan schlummert ein Geheimnis, welches auf dem ersten Blick zu skurril erscheint, um wahr zu sein. Doch was die wenigsten wissen: Nahezu die gesamte Insel in New York wird von einem durchsichtigen Faden umspannt.
Dabei handelt es sich um einen durchsichtigen Faden, ähnlich einem Nylonfaden. Dieser ist etwa 29 Kilometer lang und an den Strommasten rund um die Skyline Manhattans befestigt.

Aber wozu dient dieser Faden?
Diesen Faden bezeichnet man als „Eruv“ und er existiert, um das Leben der jüdischen Gemeinde zu erleichtern.
Nach dem jüdischen Glauben ist der Sabbat der Tag der Ruhe. Daher dürfen Juden an diesem Tag in der Öffentlichkeit nichts tragen, weder Bücher noch Einkäufe oder Kinder. Denn das Tragen von Dingen außerhalb des Hauses zählt als Arbeit.
Der Eruv, der nahezu die gesamte Insel umspannt, dient als eine symbolische Grenze: Alles, was von dieser Grenze umschlossen wird, zählt damit zum privaten Raum, ähnlich dem eigenen Zuhause.
So also können Mitglieder der jüdischen Gemeinde frei kommunizieren, Dinge tragen und sogar arbeiten - auch am Sabbat, ohne dass sie gegen die Gesetze ihrer Religion verstoßen.
Wir suchen nach diesem Faden, haben aber leider keinen Erfolg.



Häkeln im Prospect Park
Wir machen uns auf den langen Weg zum Prospect Park. Peter hatte gelesen, dass es dort Foodtrucks geben soll, die interessante Spezialitäten aus aller Welt anbieten. Leider findet das wohl nur an Wochenenden statt und wir können uns lediglich den schönen Park ansehen.


Die Seilbahn nach Roosevel Island
Zurück zur Ed-Koch-Queensboro-Bridge. Dort gibt es eine Seilbahn, die wir schon oft gesehen hatten. Was wir nicht wussten: sie fährt nach Roosevelt Island, einer kleinen Insel mitten im East River. Ungefähr 16.000 Menschen wohnen und arbeiten hier. Auf Roosevelt Island kann man wunderbar und in aller Ruhe spazieren gehen und man hat eine schöne Aussicht auf Manhattan. Man kann mit der Seilbahn wieder zurück nach Manhattan fahren oder auch die Fähre nehmen. Ein schönes Erlebnis an unserem letzten Tag in NY.

Dann heißt er Koffer packen, am Freitag nimmt uns der Busfahrer mit nach Manhattan, dort steigen wir ins Taxi und es geht zum Flughafen Newark. Tschüß NY, es war wieder mal schön.

Unser Flug geht nach Lissabon, dann weiter nach Hamburg und von dort sind es noch zwei Stunden Fahrt bis nach Hause. Zwei Tage Jetlag, dann ist alles wieder im Lot.






















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